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Ambulante Schulung von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes mellitus und damit in Zusammenhang stehenden Stoffwechselstörungen Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Gemeinschaftsklinikum Kemperhof Koblenz hat mit der AOK - Die Gesundheitskasse in Rheinland-Pfalz mit Wirkung ab 1. Oktober 2004 eine Vereinbarung für die ambulante Schulung von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes mellitus abgeschlossen. Neben der Diabetes-Schulung für Erwachsene durch die Medizinische Klinik 1 (Schwerpunktbereich) unter der Leitung von Prof. Dr. Bozkurt hat nunmehr auch die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin unter der Leitung von Priv. Doz. Dr. Nüßlein offiziell das ambulante Schulungsangebot für Kinder und Jugendliche unter Berücksichtigung der derzeitigen Qualitätsanforderungen erweitert und vertragliche Beziehungen mit der AOK RP eingegangen. Ziel der Vereinbarung Durch spezialisierte, zielgerichtete und individuelle Schulung und Behandlung von Kindern und Jugendlichen soll ein rechtzeitiges Erkennen von diabetesbedingten Folgeerkrankungen, deren zielgerichtete Verminderung oder zumindest Verzögerung erreicht werden. - Vermeidung von Symptomen der Erkrankung, wie z.B. Polyurie, Polydipsie, Abgeschlagenheit, einschließlich der Vermeidung neuropathischer Symptome, Vermeidung von Nebenwirkungen der Therapie sowie schwerer Stoffwechselentgleisungen.
- Reduktion des erhöhten Risikos für kardiale, zerebrovaskuläre und sonstige makroangiopathische Morbidität, einschließlich Amputation.
- Vermeidung der mikrovaskulären Folgekomplikationen mit schwerer Sehbehinderung oder Erblindung, Niereninsuffizienz mit der Notwendigkeit einer Nierenersatztherapie - Dialyse, Transplantation.
- Vermeidung des diabetischen Fußsyndroms mit neuro-,angio- und / oder osteopathischen Läsionen.
Die ambulante Schulung gewährleistet, dass das Kind oder der Jugendliche im persönlichen Umfeld verbleibt. Notwendige Änderungen seiner Lebensgewohnheiten und des gewohnten Tagesablaufs sollen ihn gleichwohl nicht aus seinen Gewohnheiten völig herausreißen. Durch die Übernahme von mehr Eigenverantwortung und Unterstützung durch die Eltern soll der Erfolg der Behandlung positiv beeinflusst werden. Die Kinder und Jugendlichen sollen an der Verbesserung der gesundheitlichen Situation und der Vermeidung von Folgeerkrankungen aktiv mitwirken. Daher werden Eltern und Erziehungsberechtige mit einbezogen und geschult, es sei denn, die betroffenen Kinder und Jugendlichen sind in der Lage, die Diabetestherapie komplett eigenständig durchzuführen. Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse oder der Klinik nach, ob analoge vertragliche Beziehungen bestehen bzw. genehmigt werden, falls eine ambulante Schulung angeraten wird. |