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Tumorerkrankungen
Die Klinik für Frauenheilkunde ist Bestandteil des Tumorzentrums Koblenz am Kemperhof. Wir bieten für alle gynäkologische Tumorerkrankungen die etablierten operativen Verfahren an. Daneben legen wir Wert auf ein umfassendes Angebot zu Prävention, Diagnostik und, wenn möglich, konservativer Therapie. Die enge Zusammenarbeit mit den Kliniken für Anästhesie und Intensivmedizin, Chirurgie, Radiologie, Strahlentherapie und Innere (Onkologie) sowie die Möglichkeit der psycho-onkologischen Betreuung unterstreicht den interdisziplinären und modernen Therapieansatz unserer Klinik. Die häufigste Tumorerkrankung von Frauen ist Brustkrebs. Etwa jede neunte Frau erkrankt während ihres Lebens an einer bösartigen Neubildung in der Brust. Die Frauenklinik des Kemperhofs ist der zentrale Standort des BrustZentrum Mittelrhein unter Leitung des Chefarztes Priv. Doz. Dr. Ulrich Gethmann. Fallkonferenzen und Zusammenarbeit von Experten mehrerer Fachgebiete sichern optimale individuelle Therapieentscheidungen. Der zweithäufigste gynäkologische Tumor bei Frauen ist das sogenannte Endometrium- oder Corpus-Karzinom, die bösartige Erkrankung der Gebärmutterschleimhaut. Besonders häufig erkranken Frauen nach den Wechseljahren. Im Vordergrund der Therapie steht die operative Entfernung von Gebärmutter und Eierstöcken, oftmals wird eine – im allgemeinen gut verträgliche –Strahlentherapie angeschlossen. Nahezu ebenso häufig ist das Ovarial-Karzinom, der Eierstockkrebs, an dem jährlich etwa 10 000 Frauen in Deutschland erkranken. Bei dieser Krebserkrankung können sehr ausgedehnte Operationen notwendig sein, deswegen arbeiten wir hier eng mit der Klinik für Allgemein- und Viszeralchiurgie sowie mit der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin zusammen. Nach der Operation ist die internistisch-onkologische Weiterbehandlung durch eine Chemotherapie notwendig. Ca. 6 500 Frauen pro Jahr erkranken in Deutschland am Zervix- oder Collum-Karzinom, dem Gebärmutterhalskrebs. Die Erkrankung ist praktisch immer auf eine Infektion mit humanen Papilloma-Viren (high-risk Subtypen) zurückzuführen. Mittlerweile stehen Impfstoffe zur Vermeidung einer Infektion mit den häufigsten Auslösern zur Verfügung. Dennoch muß nach wie vor häufig die Diagnose eines Zervix-Karzinoms (oder der Krebsvorstufen) gestellt werden. Die Therapie ist abhängig vom Tumorstadium und kann sowohl operativ oder konservativ (Radiochemotherapie) sein. Neben diesen vier häufigsten gynäkologischen Krebserkrankungen gibt es noch weitere, seltenere gynäkologische Tumoren, die ebenfalls in der Frauenklinik des Kemperhofs leitliniengerecht nach neuestem wissenschaftlichen Stand behandelt werden. Anmeldung zu den Sprechstunden: Sekretariat der Frauenklinik: 0261/ 499 2302 Mamma- (Brust-) Sprechstunde: jeweils montags (oder nach Vereinbarung) Vorstationäre Sprechstunde: jeweils mittwochs (oder nach Vereinbarung) Benötigt werden für die Sprechstunden eine Einweisung („vorstationär“) sowie alle verfügbaren Vorbefunde, vor allem bei Brusterkrankungen wichtig aktuelle und ältere Mammographie-Bilder. Unsere Info-Flyer geben Hinweise und Ratschläge über physio-therapeutische Nachbehandlungen, die wir ebenfalls anbieten. |
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Endoskopische Operationen Endoskopische Operationen werden auch als Schlüsselloch-Operationen oder als minimal-invasive Chirurgie (MIC) bezeichnet. Solche Operationen werden nicht „offen“ über einen großen Bauchschnitt direkt am erkrankten Organ durchgeführt, sondern über sehr kleine, oft nur ca. 0,5-1 Zentimeter messende Zugänge für Instrumente und eine Kameraoptik. Der Vorteil liegt in der Vermeidung großer Schnitte und damit verbundenen Schmerzen oder Narbenbildungen. Insgesamt profitieren damit unsere Patientinnen durch geringere Beschwerden, geringeren Schmerzmittelbedarf und kürzere Krankenhausaufenthalte. Zum Teil sind endoskopische Eingriffe sogar im Rahmen einer ambulanten Behandlung möglich. Der Frauenklinik im Kemperhof steht eine hochmoderne Endoskopie-Ausstattung zur Verfügung, unter anderem mit einer HDTV-fähigen Digitalkamera-Bildschirm-Kette, die durch hohe Qualität und gestochen scharfe Bilder zur Patientensicherheit beiträgt. Die Endoskopie ist mittlerweile ein Verfahren, das bei der Behandlung vieler gynäkologischer Erkrankungen einsetzbar ist. Neben Operationen an Eierstöcken und Eileiter (zum Beispiel bei Zysten oder Eileiterschwangerschaft) werden unter anderem auch Entfernungen der Gebärmutter (TLH- oder LAVH-Operation), des Gebärmutterkörpers (LASH-Operation) oder von Myomen durchgeführt. Eine weitere endoskopische Therapiemöglichkeit besteht in der diagnostischen oder therapeutischen „Spiegelung“ der Gebärmutterhöhle (sogenannte Hysteroskopie), um Erkrankungen wie Polypen oder Blutungsstörungen zu behandeln. Nicht jede Operation ist bei jeder Patientin endoskopisch möglich. Die Frage des Zugangsweges bzw. der Operationsmethode muss individuell entschieden werden und ist immer der Frage, ob überhaupt eine Operationsnotwendigkeit oder -möglichkeit besteht, nachgeordnet. Unsere speziell geschulten Operateure werden Sie ausführlich beraten und Sie ggf. auf endoskopische Verfahren hinweisen. Anmeldung zu den Sprechstunden: Sekretariat der Frauenklinik: 0261/ 499 2302 Vorstationäre Sprechstunde: jeweils mittwochs (oder nach Vereinbarung) Ambulante Sprechstunde: jeweils dienstags (oder nach Vereinbarung) |
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Urogynäkologie (Diagnostik und Therapie von Blasenschwäche und Senkungserkrankungen) Blasenschwäche und Senkungen der Genitalorgane sind häufige, individuell jedoch sehr unterschiedliche Erkrankungen. Vor einer Therapie ist eine sorgfältige Diagnostik notwendig. Dazu stehen in unserer Abteilung sämtliche modernen apparativen Möglichkeiten zur Verfügung, wie zum Beispiel die verschiedenen Ultraschalltechniken (vaginal, durch die Bauchdecke, 3D-Sonographie). Wichtiger Bestandteil der Diagnostik ist die Blasendruckmessung (sogenannte Urodynamik) zur genauen Analyse von Blase, Harnröhren-Schließmuskel und Beckenboden. Somit können wir die notwendige und ausführliche Stufendiagnostik durchführen, die von Expertengremien (Arbeitsgemeinschaft Urogynäkologie und plastische Beckenbodenrekonstruktion) erarbeitet wurde. Das Repertoire der Therapiemöglichkeiten ist sehr umfangreich und umfasst konservative Behandlungen (Beckenboden-Gymnastik, ggf. in Verbindung mit Reizstrom- oder Biofeedback-Therapie), Medikamente oder Operationen. Operativ werden neben den klassischen Methoden auch moderne OP-Verfahren mit Bandeinlagen (Schlingenoperationen wie TVT oder TVT-O) oder Netzeinlagen (sogenanntes Beckenbodenrepair) eingesetzt, die sehr gute Erfolgsraten bei geringen Komplikationsraten aufweisen. Vor- und Nachteile der verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten werden mit den Patientinnen ausführlich besprochen. Blasenschwäche und Senkung sind keine normalen Alterserscheinungen, sondern die Lebensqualität deutlich einschränkende Erkrankungen. Diese Erkrankungen sind aber in aller Regel behandelbar, deshalb sollten Betroffene unbedingt den ersten Schritt zur Besserung wagen und ihren Arzt auf das Problem ansprechen. Seit einigen Jahren tragen wir dem steigenden Bedarf zur Therapie von Blasenschwäche und Senkungserkrankungen mit einer speziellen Sprechstunde Rechnung. Anmeldung zu den Sprechstunden: Sekretariat der Frauenklinik: 0261/ 499 2302 Urogynäkologische Sprechstunde: jeweils donnerstags (oder nach Vereinbarung) |
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Ambulante Eingriffe Ein beträchtlicher Anteil an gynäkologischen Operationen kann heute ambulant durchgeführt werden. Dies betrifft Eingriffe wie Spiegelungen und Ausschabungen der Gebärmutter, Verödungen der Gebärmutterschleimhaut (sogenannte Endometriumablation, operative Hysteroskopie), Abtragungen von Polypen aus der Gebärmutter oder Ähnliches. Auch eine Sterilisation per Bauchspiegelung (endoskopisch) ist ambulant möglich. Für die Behandlung von Feigwarzen (Condylome) oder genitaler Hautveränderungen steht ein moderner CO2-Laser zur Verfügung, der fast narbenfreies Operieren möglich macht. Als Anästhesieverfahren sind lokale, regionale oder Allgemeinnarkosen für ambulante Eingriffe anwendbar. Anmeldung zu den Sprechstunden: Sekretariat der Frauenklinik Kemperhof Koblenz: 0261/ 499 2302 Ambulante Sprechstunde: jeweils dienstags (oder nach Vereinbarung) |
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Familienorientierte Geburtshilfe Jährlich entbinden etwa 1000 Frauen in unserer Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Dabei steht die Sicherheit für Mutter und Kind im Vordergrund unserer Tätigkeit. Allerdings verläuft nicht jede Schwangerschaft komplikationslos. Aber auch und vor allem dann, sind wir für Sie die richtige Adresse. Denn als Perinatalzentrum (perinatal= "um die Geburt herum") arbeiten bei uns alle an der Geburt beteiligten Fachdisziplinen – also Geburtshilfe, Anästhesie (Narkosemedizin) und Neonatologie (Neugeborenen-Heilkunde) – unter einem Dach zusammen. Wenn also eine Risikogeburt ansteht – wissentlich oder unwissentlich – haben Sie bei uns die Sicherheit, dass Sie und Ihr Neugeborenes nicht verlegt werden müssen, da auch die Neonatologen direkt zur Stelle sind. Wir möchten Ihnen im Weiteren vorstellen, wie wir Sie als Krankenhaus unterstützen können. Unser Serviceangebot beginnt bereits in den ersten Wochen Ihrer Schwangerschaft. Für die Zeit vor der Geburt bieten wir Kurse und Informationsabende inkl. Führungen durch den Entbindungsbereich an. So wollen wir Sie mit Ihrer Situation als werdende Eltern vertraut machen und die Schwangere vor allem auf die Entbindung vorbereiten. Des Weiteren können Sie sich hier über alle Bereiche und Zusatzleistungen rund um die Geburt und Ihren Aufenthalt in der Klinik informieren. Auch nach der Geburt gibt es einiges zu beachten und ein von uns zusammengestelltes, interessantes Serviceangebot.
Für ausführliche Informationen folgen Sie bitte den Links: |
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Perinatalzentrum
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Zusammen mit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin ist die Frauenklinik / Geburtshilfe des Gemeinschaftsklinikums Kemperhof Koblenz das einzige Perinatalzentrum in Koblenz. Es erfüllt alle medizinischen, personellen und strukturellen Anforderungen für die Einstufung als Perinatalzentrum Level 1, der höchsten Stufe. Rund 1000 Kinder werden pro Jahr im Kemperhof geboren. In den meisten Fällen verlaufen Schwangerschaft und Geburt problemlos. Bei medizinischen Besonderheiten steigt jedoch rasch der Beobachtungs- und Betreuungsbedarf der Schwangeren an, die normale Schwangerschaft wird eventuell zur Risikoschwangerschaft. Aufgrund der Ausstattung und der umfangreichen Erfahrung mit solchen Situationen können wir auch in Risikosituationen Frauen während ihrer Schwangerschaft begleiten und entbinden. Die eventuell notwendige Behandlung des Neugeborenen erfolgt dann „Tür-an-Tür“ in der hiesigen Kinderklinik, Mutter und Kind sind somit auch in medizinischen Ausnahmesituationen sehr nah beieinander. Risiken in der Schwangerschaft sind zum Beispiel mütterliche Erkrankungen, wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Gerinnungsstörungen oder Thromboseneigung. Auch Komplikationen der Schwangerschaft wie die sogenannte Plazenta-Insuffizienz (eingeschränkte Leistungsfähigkeit des Mutterkuchens mit Mangelentwicklung des Kindes), gefährden Kind und auch Mutter. Mehrlingsschwangerschaften werden generell als Risikoschwangerschaft gewertet. Ein großes Thema für Perinatalzentren ist die Frühgeburtlichkeit mit all ihren Folgeproblemen. Im Kemperhof können frühgeborenen Kinder ab der biologisch-medizinischen Untergrenze der Lebensfähigkeit (ca. 24. Schwangerschaftswoche) adäquat behandelt werden. Das Perinatalzentrum im Kemperhof bietet alle notwendigen diagnostischen Möglichkeiten (z.B. Farbdoppler-Sonographie und 3D/4D-Sonographie), erfahrene Fachärzte mit Schwerpunktbezeichnung „Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin“ sowie die Möglichkeit, rund um die Uhr jede notwendige geburtshilfliche Therapie (z.B. Not-Kaiserschnitt) durchführen zu können. Wir empfehlen bei Schwangerschaften mit Besonderheiten die frühzeitige Vorstellung in unserer Kreißsaalsprechstunde, idealerweise mit schriftlichen Befunden eventueller vorausgegangener Untersuchungen (z.B. Ultraschallbefunde oder OP-Berichte). Anmeldung zu den Sprechstunden: Kreißsaal-Vorstellung: jeweils dienstags und freitags (oder nach Vereinbarung) Kreißsaal: 0261/ 499 2314 oder Sekretariat der Frauenklinik: 0261/ 499 2302 |
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Patienten-Info-Veranstaltungen Veranstaltung für Patienten und Interessierte Thema: Blasenschwäche der Frau - welche Behandlungsmethoden sind sinnvoll? Dienstag, 25. September 2012, 18:00 Uhr Referenten: Frank Pelzl, Oberarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Ort: Personalwohnheim Unsere Termine und Themen zur Veranstaltungsreihe für Patienten und Interessierte im Jahr 2012 finden Sie hier. |
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Frauenheilkunde und Geburtshilfe |
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