Gemeinschaftsklinikum Kemperhof Koblenz St. Elisabeth Mayen

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Internistische Schwerpunkte und Aufgaben

Die Klinik unter der Leitung von Prof. Dr. med. Eisenhauer vertritt das gesamte Spektrum der inneren Erkrankungen.

Besondere Schwerpunkte sind:

 
  • Hochdruckerkrankungen
  • Nierenerkrankungen
  • Herz-/Kreislauferkrankungen
  • Tumore und Erkrankungen der blutbildenden Organe
  • Atemwegserkrankungen
  • Immunologische Ambulanz
  • Internistische Intensivmedizin
  • Dialysezentrum

  • Hochdruckerkrankungen

    Blutdruckmanschette

    Die arterielle Hypertonie (Bluthochdruck) kann auf vielen verschiedenen Ursachen beruhen. Am häufigsten ist die essentielle arterielle Hypertonie, die in der Regel erst jenseits des 30. Lebensjahres auftritt und eine multifaktorielle, polygene Erkrankung darstellt. Zusammen mit anderen Faktoren wie Rauchen, Fettstoffwechselstörungen, Bewegungsmangel, Übergewicht, Harnsäureerhöhung und Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) erhöht die art. Hypertonie das Risiko für Folgeerkrankungen wie z.B. Herzinfarkt und Schlaganfall.
    Von der essentiellen arteriellen Hypertonie unterscheiden wir die sekundären Hypertonieformen, die auf bestimmte Erkrankungen z. B. der Niere, der Nierengefäße oder des hormonbildenden Systems zurückzuführen sind.
    Zur Diagnostik der arteriellen Hypertonie und deren Folgeerkrankungen steht unseren Patienten eine moderne, apparative Technik  zur Verfügung:
     
    • Duplex- und Dopplersonographie
    • 24-Stunden-Langzeitblutdruckmessung
    • 24-Stunden-Langzeit-EKG
    • Belastungs-EKG
    • Echokardiographie
    • Blut- und Urinuntersuchungen bei hormonellen Störungen 
     
    Im Anschluss an die Diagnostik erfolgt (sofern eine stationäre Therapie notwendig sein sollte) die Behandlung von -schwer einstellbaren- Bluthochdruckleiden und deren Folgeerkrankungen.

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    Nierenerkrankungen

    Nierenerkrankungen.jpg

    Die Niere hat unterschiedliche Funktionen (Entgiftung des Körpers, Regulation des Wasser- und Salzhaushaltes, Blutdruckregulation und Bildung des Erythropoetins, welches zur Blutbildung benötigt wird). Entsprechend dieser Funktionen kann sich eine Nierenerkrankung auf unterschiedliche Art und Weise manifestieren. In unserer Abteilung haben wir uns - neben den anderen hier genannten Schwerpunkten - auf die Diagnostik und Therapie aller akuten und chronischen Nierenerkrankungen spezialisiert.
     
    Das Krankheitsspektrum reicht vom akuten Nierenversagen, über Glomerulonephritiden, diabetische Nephropathie, interstitielle Nephritiden, HUS, Systemerkrankungen insbesondere Vasculitiden (M. Wegener, Panarteritis nodosa, mikroskopische Polyangitis, Lupus erythematodes), Nierenarterienstenosen, Plasmozytom, Nierenzellkarzinom über viele Weitere bis hin zur chronischen  terminalen Niereninsuffizienz.
     
    Zu den üblichen diagnostischen Schritten gehört:
     
    • eine ausführliche Anamnese (Symptome, Beschwerdedauer)
    • eine körperliche Untersuchung ggfs. gemeinsam mit unseren urologischen Kollegen
    • eine ausgedehnte Urindiagnostik (Sammelurin, Urinstatus, mikroskopische Untersuchung des Urinsedimentes, ggf. mikrobiologische Untersuchung auf Bakterien, Viren und Parasiten)
    • eine ausgedehnte Blutuntersuchung mit ggfs. Bestimmung von Autoantikörpern
    • eine Ultraschalluntersuchung des Abdomen (= Bauch) und insbesondere der ableitenden Harnwege (Niere, Harnleiter, Blase)
    • ggfs. eine Ultraschall-gesteuerte Nierenpunktion zur Gewinnung von Nierengewebe zur mikroskopischen Untersuchung des Gewebes
     
    Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit der urologischen Abteilung (CA. Dr. med. Lampante), den gefäßchirurgischen Kollegen (CA Dr. med. Zanea-Wangler), den niedergelassenen nephrologischen Kollegen und Dialysezentren sowie dem Krebsforschungszentrum Heidelberg.
     
    Nach Diagnosestellung erfolgt die Behandlung entweder ambulant (bei den niedergelassenen Kollegen) oder falls nötig stationär.
     
    Unser Behandlungsspektrum umfasst hierbei:
     
    • die medikamentöse Therapie 
    • die Antikörpertherapie (z. B. Rituximab)
    • die Chemotherapie bei Nierenzellkarzinom
    • die Vorbereitung auf eine etwaige nötige Nierentransplantation
    • die Nachsorge von nierentransplantierten Patienten
    • sowie alle Verfahren der Nierenersatztherapie (Dialyse)
     
    Folgende Verfahren der Nierenersatztherapie bieten wir an:
     
    • "Blutwäsche" (Hämodialyse, Hämofiltration, Hämodiafiltrationen, CVVH = continuierliche venovenöse Hämofiltrationen)
    • "Bauchfelldialyse" (CAPD = continuierliche ambulante Peritonealdialyse, APD = automatische Peritonealdialyse) Training für Heimdialyseverfahren.
    • Besondere extrakorporale Blutreinigungsverfahren (Hämoperfusion zur Giftelimination, Plasmaseparation bei Autoimmunerkrankungen, Lipidapherese bei schweren erblichen Fettstoffwechselstörungen), Rheopherese zur Verbesserung der Durchblutung bei Hörsturz und seltenen Formen von Sehstörungen.
     
    Über die unterschiedlichen Möglichkeiten der Nierenersatztherapie informieren wir Sie gerne.

    Sollte eine Nierenersatztherapie (Passager oder von Dauer) nötig sein erfolgt in Zusammenarbeit mit der Klinik für Gefäßchirurgie die Anlage des entsprechenden Gefäßzugangs (Shunt, Demerskatheter) oder in Kooperation mit der Klinik für Allgemeinchirurgie die Anlage eines Bauchfellkatheters.


    Herz-/Kreislauferkrankungen

    EchokardiographieHeeger.jpg

    Herzerkrankungen machen -besonders im Alter- häufig eine stationäre Aufnahme notwendig.  Je nach Art der Herzerkrankung zeigen sich unterschiedliche Symptome (wie Druck / Enge über der Brust z.T. mit Ausstrahlung in den Arm, Kiefer oder Oberbauch, Luftnot bei Belastung u. / o. in Ruhe, „Wasser in den Beinen“, Pulsunregelmäßigkeiten, Herzstolpern, Herzrasen, Brustschmerzen, etc…).
    Zur genauen Unterscheidung der Herzerkrankung stehen uns moderne (nichtinvasive) Verfahren zur Verfügung:
     
    Zu unserem diagnostischen Leistungsspektrum gehören:
     
    • Elektrokardiographie (EKG), Langzeitelektrokardiographie (EKG über 24 Stunden)
    • Belastungs-EKG
    • Transthorakale Farbdoppler-Echokardiographie (Herzultraschall von außen, TTE)
    • Transösophageale Farbdoppler-Echokardiographie (Herzultraschall von innen über die Speiseröhre, TEE)
    • Farbduplexsonographie der hirnversorgenden Gefäße (Ultraschall der hirnversorgenden Blutgefäße)
    • Schrittmacherkontrollen und -implantationen

    Zu unserem Behandlungsspektrum gehören:
     
    • Herzrhythmusstörungen (medikamentöse Therapie, Cardioversion (Elektroschocktherapie), Schrittmacherimplantation)
    • Akute und chronische Herzinsuffizienz („Herzschwäche“)
    • Koronare Herzerkrankung und Herzinfarkt
    • Myocarditis (Herzmuskelentzündung)

    In Zusammenarbeit mit der gefäßchirurgischen Abteilung (CA Dr. med. Zanea-Wangler) erfolgt die Implantation von Herzschrittmachern.
     
    Im Bereich der interventionellen Kardiologie arbeiten wir eng mit dem Katholischen Klinikum Koblenz zusammen. Hier erfolgen  nach Vordiagnostik elektrophysiologische und Herzkatheteruntersuchungen. Durch diese Kooperation decken wir alle häufigen kardialen Erkrankungsbilder ab.


    Tumore und Erkrankungen der blutbildenden Organe

    Visite.jpg

    Die Klinik für Innere Medizin II behandelt Patienten im Rahmen der übergeordneten Schwerpunktaufgaben Hämatologie und Internistische Onkologie
     
    • vollstationär und
    • tagesklinisch.
     
    Zusätzlich führt Frau Dr. med. H. Nolte (Oberärztin der II. Medizinischen Klinik) eine mit der II. Med. Klinik eng verbundene Praxis für Innere Medizin mit den Schwerpunkten Hämatologie und Internistische Onkologie.
     
    Seit dem 2. Quartal 2009 steht unseren Patienten unsere neue interdisziplinäre onkologische Station zur Verfügung. Die Tumorstation (unter Leitung von Herrn OA Dr. med. W.  Gießler) wird gemeinsam mit der Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie (Leitung Frau Dr. med. A. Schendera) geführt.
    Ziel der Zusammenführung ist die ganzheitliche Betreuung unserer Patienten durch die Vereinigung multimodaler Therapien auf einer Station in einem interdisziplinären Team. Durch die interdisziplinäre Betreuung wird ein Wechsel der Bezugspersonen und des Behandlungsteams auf ein Minimum reduziert und eine hohe Kontinuität gewährleistet.

    Die ganzheitliche Therapie hämato- / onkologischer Erkrankungen umfasst

    • Durchführung komplexer Polychemotherapie mit neoadjuvantem, adjuvantem, kurativem und palliativem Anspruch
    • Durchführung von Antikörpertherapie
    • Durchführung von Bestrahlungen (direkte Betreuung durch die Strahlenklinik) auch in Kombination mit einer Chemotherapie
    • Psychoonkologie
    • Sozialdienst und Pflegeüberleitung
    • Palliativmedizin
    • Durchführung von Bestrahlungen (direkte Betreuung durch die Strahlenklinik) auch in Kombination mit einer Chemotherapie
    • Vorbereitung von Knochenmarkstransplantationen und Hochdosischemotherapien in Zusammenarbeit mit der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
    • Enge Zusammenarbeit mit den ambulant tätigen Organisationen, wie dem Hospizverein Koblenz einschließlich dem stationärem Hospiz, der Krebsgesellschaft Rheinland - Pfalz sowie dem Palliativnetzwerk Koblenz.

    Es besteht eine enge Kooperation aller Kliniken innerhalb des Gemeinschaftsklinikums Kemperhof Koblenz und dessen Kooperationspartnern, wodurch eine schnelle, rationale und umfangreiche Diagnostik und umfassende Therapie angeboten werden kann.
    Darüber hinaus besteht eine enge Kooperation mit der onkologischen Klinik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und dem Klinikum Frankfurt Höchst. Die Hochdosischemotherapie mit anschließender Stammzelltransplantation der Patienten, sowie die Behandlung der im Klinikum diagnostizierten akuten Leukämiepatienten erfolgen dort.
    Regelmäßig stattfindende Supervisionen des Ärzteteams und des Pflegepersonals erhöhen die Betreuungs- und Behandlungsqualität. So kann auf die durch die bestehende Krebserkrankung häufig ausgelösten Ängste und psychische Konflikte der Patienten individuell eingegangen werden.
    Neben dem Wunsch nach beistehender Betreuung durch Seelsorger beider Konfessionen kümmert sich der Sozialdienst und die Pflegeüberleitung des Klinikums um schwierige Versorgungs- und Betreuungsprobleme, die bei den schwerkranken Tumorpatienten insbesondere bei  alleinstehenden Patienten nicht selten entstehen.

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    Atemwegserkrankungen

    Die Atemwege bestehen aus dem Mund-Nasen-Rachenraum, den Bronchien und den beiden Lungenflügeln. Die Funktion der Lunge besteht in der Gewährleistung der Sauerstoffversorgung des Körpers. Hauptsymptom der Atemwegserkrankungen ist daher zumeist Luftnot (Dyspnoe), die je nach Erkrankung entweder akut / kurzzeitig oder chronisch auftreten kann. Weitere Symptome können Husten mit oder ohne Auswurf, Gewichtsverlust, Brustschmerzen, Abgeschlagenheitund  Zyanose sein.
     
    Insgesamt nimmt die Häufigkeit der Atemwegserkrankungen in Deutschland zu und sie führen vermehrt zu stationären Aufnahmen.
     
    Zu unserem diagnostischen Leistungsspektrum zählen:
     
    • Lungenfunktionsdiagnostik
          - Spirometrie
          - Bodyplethysmographie
          - Blutgasanalyse
          - Messung von Diffusionskapazitäten
          - Forciertes Sputum / Inhalation
     
    • Flexible Bronchoskopie (Lungenspiegelung)
          - Gewebeentnahme zur histologischen Untersuchung
          - Zangenbiopsie
          - Bronchoalveoläre Lavage
          - Materialgewinnung zur zytologischen und mikrobiologischen Untersuchung
         
    Zu unserem Behandlungsspektrum zählen:
     
    • Bronchopulmonale Infekte (Lungenentzündung)
    • Chronisch obstruktive Lungenerkrankung / COPD (chronische Bronchitis)
    • Asthma bronchiale (allergisch und nichtallergisch)
    • Bronchialkarzinom (Lungenkrebs)
    • Beatmung (nichtinvasiv und invasiv auf unserer Intensivstation)
    • Schlafapnoesyndrom
    • Lungenfibrose, Asbestose
    • Pleuraerguss (gefangenes Wasser zwischen den Lungenblättern)


    Immunologische Ambulanz

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    Angegliedert an die Klinik für Innere Medizin II ist die Immunologische Ambulanz. Hier werden Patienten auf Überweisung zur Therapie lebensbedrohlicher infektiöser Erkrankungen behandelt. Behandlungsschwerpunkte sind hierbei:

    • HIV-Infektionen / AIDS
    • Hepatitiden insbesondere Hepatitis B, C, D
    • Sexuell übertragbare Erkrankungen

    Das Team um Herrn Dr. med. Ansgar Rieke stellt einen zentralen Punkt in der medizinischen und psychosozialen Versorgung dar und verfolgt hierbei einen ganzheitlichen Therapieansatz. Es bestehen enge Kontakte zu den lokalen und überregionalen Behandlungszentren (auch für Suchtmedizin), den Gesundheitsämtern im nördlichen Rheinland-Pfalz, den lokalen AIDS-Hilfen und dem stationären Bereich des Klinikums Kemperhof. Hierdurch ist eine ganzheitliche Betreuung der Patientinnen und Patienten ohne einen Wechsel der Bezugspersonen möglich.

    Der Erstkontakt ist - aus Erfahrung - oft mit vielen Hemmungen und Ängsten verbunden. Das Team der Ambulanz ermöglicht jedem Patienten den Besuch der Ambulanz in angenehmer Atmosphäre, mit entsprechender  Diskretion und Zeit. Zur Terminvereinbarung wenden Sie sich bitte an Frau Kerstin Meissner und Frau Eva-Maria Ludwig (0261 / 499 2691).
    Dienstags und donnerstags sind darüber hinaus Mitarbeiter der AIDS-Hilfe Koblenz (Gerhard Wermter, Jorina Talmon-Gros) anwesend und führen eine offene Sprechstunde.

    Die Ambulanz ist eines der größten Behandlungszentren für HIV / AIDS in Rheinland-Pfalz und Mitglied des Kompetenznetzwerkes HIV / AIDS. Zusammen mit den Behandlungspartnern richtet sie das jährliche AIDS- und Hepatitisforum in Koblenz aus.

    Eine regelmäßige Weiterbildung des Behandlungsteams und Teilnahme an wissenschaftlichen Studien (mit der Möglichkeit der Dissertation) ist gegeben und trägt dazu bei, dass die Behandlung auf dem aktuellsten medizinischen Stand ist.

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    Internistische Intensivmedizin

    Intensivvisite.jpg

    Behandlung von akut lebensbedrohlichen internistischen Erkrankungen aller Art mit Möglichkeiten des invasiven Kreislaufmonitorings und Langzeitbeatmung (z.B. Lysetherapie bei Herzinfarkt, Lungenembolien und Gefäßverschlüssen, Sepsis, akutes Nierenversagen). Möglichkeit der Plasmapheresebehandlung.

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    Dialysezentrum

    Dialyse.jpg

    Der Klinik stehen für die stationäre und halbstationäre Behandlung von Dialysepatienten 12 modern ausgestattete Dialyseplätze zur Verfügung.

    Die Klinik arbeitet sehr eng mit dem angegliederten Dialysezentrum des Kuratoriums für Dialyse und Nierentransplantation, einem gemeinnützigen Verein mit Sitz in Neu-Isenburg, zusammen.
    Das Zentrum betreut z.Zt. ca. 120 Hämodialysepatienten.



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