|
Schmerztherapie hat am Gemeinschaftsklinikum Kemperhof lange Tradition Der Umgang mit Schmerzmitteln, wie sie für die Narkose Verwendung finden liegt traditionell in der Hand des Anästhesisten. Neben der medikamentösen Therapie und den Nervenblockaden, die auch im Narkosebereich zum Einsatz kommen, wurden neue Therapieverfahren entwickelt. So machen moderne Pumpensysteme es möglich, Medikamente über Kathetersysteme direkt in die Nervenflüssigkeit zu leiten. Schmerzen nach großen Operationen des Bauchraumes und des Brustraumes oder nach Knochenoperationen, besonders auch bei Tumorschmerzpatienten und Patienten mit Erkrankungen an der Wirbelsäule oder am Bewegungsapparat profitieren von diesem Verfahren. Mit dieser Methode können auch schwere Spastiken (starke Muskelverkrampfungen) z.B. nach Rückenmarksverletzungen, effizient behandelt werden. Ein weiterer Schwerpunkt vor allem des tagesklinischen Programms basiert auf einem multimodalen Therapieansatz, d.h. einer Kombination aus medikamentöser, krankengymnastischer und psychologischer Behandlung. Die psychologische Behandlung beinhaltet Schmerzbewältigungstraining, Entspannungsverfahren, Einzel- und Gruppenpsychotherapie. Umgesetzt wird diese komplexe Schmerzbehandlung durch ein interdisziplinär eng zusammenarbeitendes Team von Ärzten mehrerer Fachdisziplinen, der Psychologin, Physiotherapeuten und Pflegekräften. Durch enge Kooperation mit Kollegen in niedergelassenen Praxen verschiedener Fachrichtungen und Psychologen kann die hier auf den Weg gebrachte Behandlung ambulant fortgesetzt werden. Die Abteilung für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie verfügt über eine Schmerzambulanz, eine Schmerztagesklinik mit 6 Behandlungsplätzen, sowie über 6 stationäre Betten. |