Gemeinschaftsklinikum Kemperhof Koblenz St. Elisabeth Mayen

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Geschichte / Chronik des Gemeinschaftsklinikum Koblenz-Mayen, Kemperhof Koblenz

Das Gemeinschaftsklinikum Koblenz-Mayen, Kemperhof Koblenz steht in einer langen Tradition im Dienste des erkrankten Menschen. Vorgänger des heutigen Gemeinschaftsklinikums Koblenz-Mayen, Kemperhof Koblenz waren die Städtischen Krankenanstalten Kemperhof und im Lauf der Jahrhunderte eine Vielzahl von öffentlichen Hospitalen. 
Die nachfolgende Chronik verdeutlicht in ihrer Kurzfassung die regionale Entwicklung im Gesundheitswesen, die lfd. Anpassung an den Medizinischen Fortschritt und damit der Verbesserung in Diagnostik und Therapie unseres Krankenhauses zum Wohle der Patienten.
 

 


"Das Hospital zu Koblenz" bis 1923

1110: Mit dem „Nikolaushospital“ wird die älteste Koblenzer Hospitalstiftung genannt. Gründer scheint Erzbischof Bruno von Trier gewesen zu sein.  
 
1188: Erste urkundliche Erwähnung des Kemperhofgeländes.
 
1216: Auch der Deutsche Orden gründet ein Hospital.  
 
1236: In einer Urkunde vom 11. September wird zum ersten Mal das Franziskanerkloster im Kastorviertel genannt.  
 
1238: In der heutigen Altstadt wird das Heilig-Geist-Hospital eingerichtet. Die Grundlage bildet eine Stiftung, die Aufsicht übernimmt die Stadt.  
 
1267: Zwischen Koblenz und Kapellen wird das Siechhaus zur Aufnahme von Leprakranken eröffnet.  
 
1276: Im Weißer-Nonnen-Kloster gibt es eine Einrichtung für die Krankenpflege.  
 
Um 1300: Die gotische Kirche zum Heiligen Sebastianus wird als Teil des Franziskanerklosters im Kastorviertel errichtet.  
 
1370: Das Neuendorfer Hospital wird gegründet. Der erste Standort befindet sich in Koblenz-Lützel.  
 
1502: Die Karthäuser erhalten die Erlaubnis, die Kapelle auf dem alten Kemperhofgelände zu nutzen. Die alte Kemperhof wird zunächst vom Orden bewirtschaftet, dann verpachtet.  
 
1652: Die Kongregation der sogenannten Hospitalschwestern vom Heiligen Karl Borromäus wird in Nancy gegründet.  
 
1694/1696: Das Franziskanerkloster wird umgebaut und erweitert.  
 
1804: Kaiser Napoleon erlässt am 1. Oktober ein Dekret. Darin wird die Umwidmung des Franziskanerklosters in ein Kranken- und Waisenhaus verfügt.  
 
1805: Ein weitres Dekret Napoleons legt am 13. November Details der Hospitalgründung fest. Unter anderem wird das Vermögen von acht Stiftungen zur Finanzierung der neuen Einrichtung zusammengelegt.  
 
1805: Die Franzosen verkaufen den von ihnen eingezogenen alten Kemperhof am 25. April. Der Französische Domänenempfänger Robin ersteht das Gelände mit den desaströsen Hofgebäuden. Weitere Eigentümerwechsel folgen.  
 
1810/1811: Die Borromäerinnen kommen zuerst nach Saarlouis, dann nach Trier.  
 
1813/1814: Die Franzosen verlassen am 31. Dezember die Stadt. In der Neujahrsnacht marschieren russische Truppen in Koblenz ein.
 
1817: Im Hungerjahr engagieren sich die Koblenzer Händler und Unternehmer Hermann Josef Dietz und der Publizist Joseph Görres in einem Hilfsverein. Auch der Romantiker Clemens Brentano gehört zu diesem Kreis.  
 
1819: Der Koblenzer Oberbürgermeister Abundius Mähler wendet sich zum ersten Mal an die Oberin des Hospitals. Sie soll Borromäerinnen von Nancy - sie haben im Bereich der Krankenpflege einen hervorragenden Ruf – nach Koblenz vermitteln. Das Vorhaben scheitert vorerst, weil es zu wenige Schwestern gibt.  
 
1825: Dem Unternehmer Hermann Josef Dietz, dessen Frau sowie Mitgliedern der Hospitalkommission gelingt es, erfolgreiche Kontakte zu den Borromäerinnen zu knüpfen. Am 25. November sendet die Stadt den Vertragsentwurf zur Genehmigung an die Regierung.  
 
1826: Sechs Borromäerinnen kommen am 10. Juli von Nancy nach Koblenz und ziehen in das Bürgerhospital ein. Es sind: Die erste Oberin Margareta (Theodosie) Klein aus Welferdingen bei Saargemünd, Theresia (Philippine) Müller aus Straßburg, Maria Magdalena (Hildegarde) Mayer aus Finstingen bei Saarburg, Margarete (Cäcilia) Mageg aus Finstingen, Maria Anna (Tharsilia) Birk aus Collin bei Boullay in Lothringen und die Novizin Katharina (Kolumba) Collin aus Biche bei Diedenhofen.  
 
1826: Der Hausgeistliche des Bürgerhospitals wohnt erstmals im Hause.  
 
1826: Im Bürgerhospital werden insgesamt 358 Personen behandelt. Die Zahl der Verpflegungstage wird mit 28.996 angegeben.  
 
1827: Im Bürgerhospital werden insgesamt 458 Personen behandelt. Die Zahl der Verpflegungstage steigt auf 34.010.  
 
1828: Im Bürgerhospital werden insgesamt 477 Personen behandelt. Die Zahl der Verpflegungstage liegt bei 38.169.  
 
1843: Die Zahl der behandelten Kranken steigt auf insgesamt 1107.  
 
1847: Die Hospitalkommission hat zum ersten Mal evangelische Mitglieder.  
 
1849: Die deutsche Provinz der Boromäerinnen mit Sitz in Trier wird gegründet.  
 
1850: Der Katholische Männerverein Koblenz erwirbt das Kemperhofgelände. Am 3. Juni wird in Anwesenheit von Prinzessin Augusta, der späteren Kaiserin, der Grundstein für ein neues Waisenhaus gelegt. Als Baumeister zeichnet Adolf Osterhaus aus Koblenz verantwortlich.  
 
1851: Am 1. Oktober ziehen fünf Schulbrüder in das neue Gebäude auf dem Kemperhofgelände ein. Sie eröffnen am 15. Oktober mit 52 Knaben das Waisenhaus. Die provisorische Hauskapelle wird den heiligen Schutzengeln geweiht.  
 
1860: Die heute noch bestehende Kapelle des Kemperhofs wird nach einem Plan des damaligen Hospitalgeistlichen Meurer errichtet.  
 
1861: Das eigentliche Knabenpensionat wird eröffnet. Den Unterricht übernehmen Mitglieder des am 25. Mai 1684 von Jean Baptiste de La Salle (1651 – 1719) gegründeten katholischen Ordens der Schulbrüder. Der moselwärts gerichtete Erweiterungstrakt  wird gebaut.  
 
1865: Die Kapelle des Kemperhofs erhält eine neue Orgel. Das Instrument liefert der Orgelbauer Schlaad aus Waldlaubersheim für 1000 Taler.  
 
1865: Das Knabenpensionat umfasst sechs Klassen und führt zum Einjährigen (mittlere Reife).  
 
1866: Die Zahl der im Bürgerhospital behandelten Kranken steigt auf einen vorläufigen Höchstwert von 2000. Waisenkinder werden nicht mehr aufgenommen.  
 
1871: Die Hospitalverwaltung wird nach entsprechenden Gesetzesänderungen völlig neu geordnet. Die alte Hospitalkommission tritt aber erst 1879 ab.  
 
1872: Die Trierer Provinz der Borromäerinnen wird von Nancy unabhängig.  
 
1873: Das Bürgerhospital wird umgebaut und erweitert.   1879: Infolge des Kulturkampfes müssen die Schulbrüder ihren Unterricht aufgeben. An ihre Stelle treten Laien und Weltgeistliche.  
 
1883: In Koblenz wird die erste Ortskrankenkasse gründet. Die Versichertengemeinschaft übernimmt vereinbarte Behandlungskosten.  
 
1887: Die Borromäerinnen übernehmen die Bewirtschaftung des Knabenpensionats.  
 
1890: Die Kirche des alten Franziskanerklosters – jetzt Hospitalkirche – wird saniert und später auch neu ausgemalt.  
 
1902: Im Bürgerhospital werden insgesamt 3241 Kranke behandelt, die Zahl der Pflegetage steigt auf 135.133.  
 
1908: Auf dem Kemperhofgelände wird das Waisenhaus gebaut.  
 
1911: Im Bürgerhospital werden 3377 Kranke behandelt.  
 
1912: Im Knabenpensionat auf dem Kemperhofgelände lernen 197 Schüler.  
 
1913: Am heutigen Moselring wird am 22. Oktober 1913 das Kaiserin-Augusta-Heim für Wöchnerinnen offiziell eröffnet.  
 
1918: Koblenz wird am 12. März Ziel eines ersten Luftangriffs.  
 
1920: Die Trierer Genossenschaft der Borromäerinnen zählen in sieben Diözesen 63 Niederlassungen mit 1034 Schwestern und 186 Novizinnen.  
 
1921: Wegen der Entwicklung der Inflation sehen sich die Mitglieder des Katholischen Männervereins außerstande, das Knabenpensionat weiter zu betreiben. Die komplette Anlage wird an die Stadt Koblenz verkauft. Schnell folgen umfassende Umbauarbeiten, um die künftige Nutzung als Krankenhaus vorzubereiten. Das Bürgerhospital wird weiter genutzt.  
 
1923: Inflation und Separatistenaufstände machen auch den Koblenzern zu schaffen.  
 


Städtische Krankenanstalten Kemperhof bis 2005

1923: Im Frühjahr ist das neue Krankenhaus Kemperhof bezugsfähig. Die offizielle Einweihung folgt am 5. Mai. 24 Borromäerinnen versehen den Pflegedienst. Dazu kommen sechs Pflegeschülerinnen, fünf Wärter, 39 Mitglieder des „sonstigen Dienstpersonals“ und außerdem acht Ärzte. Die Zahl der Betten liegt bei 190. Bis 1926 wird die Zahl der Betten auf 265 gesteigert. Im gleichen Zeitraum steigt die Gesamtzahl der Krankenpflegetage von jährlich 68.800 auf 76.494. Die Zahl der „großen Operationen“ steigt von 758 auf 1096, geht aber im Folgejahr 1928 wieder auf 792 zurück.  
 
1924: Die Diphtherie-Abteilung des Kemperhofs wird fertiggestellt.
 
1926: Die Borroäerinnen wirken seit 100 Jahren in Koblenz. Das Jubiläum wird am 13. Juli mit Gottesdienst und Festakt gefeiert.  
 
1938: Der Schulbetrieb wird im Waisenhaus endgültig eingestellt.  
 
1939: Der Erweiterungstrakt des Kemperhofs wird fertiggestellt.  
 
1939: Der Kemperhof wird zum Reservelazarett.  
 
1940: In der Nacht vom 17. zum 18. Juni 1940 richtet ein erster Luftangriff schwere Schäden im Kemperhof an.  
 
1943: Der Westbunker wird am 19. März fertig gestellt. Im Sommer des gleichen Jahres folgt die Leichenhalle.  
 
1944: Im März wird auch der Ostbunker vollendet.  
 
1944: Im Zuge der zahlreichen Luftangriffe wird auch der Kemperhof schwer getroffen, bleibt aber als einziges Koblenzer Krankenhaus voll funktionsfähig.  
 
1945: Am 17. März erreichen US-Soldaten das Kemperhofgelände.  
 
1945: Ende Mai beginnen die ersten Reparaturarbeiten.  
 
1945: Die US-Besatzung übergibt das Kommando über Koblenz am 17. Juli an die Franzosen.  
 
1946: Der langjährige ärztliche Direktor des Kemperhofs, Dr. Fritz Hohmeier, wird in den Ruhestand verabschiedet. Sein Nachfolger wird Prof. Dr. Josef Korth.  
 
1947: Die Krankenhauskapelle erhält neue Fenster.  
 
1947: Die rheinland-pfälzische Landesregierung ruft am 1. November ein Programm zur Förderung des Wiederaufbaus ins Leben.
 
1948: In Koblenz wird der sogenannte Wirtschafts- und Aufbauplan entwickelt.  
 
1949: Wiederaufbau des Moseltraktes.  
 
1950: Die krankenhauseigene Blutbank wird eröffnet.  
 
1950: Die Vergrößerung der Röntgenabteilung wird abgeschlossen.  
 
1953: Die neue Lungenstation mit Liegeterrasse wird am 1. September eröffnet.  
 
1954: Im Kemperhof wird die erste nuklearmedizinische Abteilung eines kommunalen Krankenhauses in der Bundesrepublik eingerichtet.  
 
1954: Ein großer Fortschritt in der Nuklearmedizin: Die Isotopen-Station nimmt ihren Betrieb auf.  
 
1957: Im Mai werden die Reste des alten Bürgerhospitals samt Kapelle beseitigt.  
 
1957: Die Stadt Koblenz beauftragt den Architekten Benno Schachner mit der Erstellung eines ersten Gutachtens über einen Krankenhausneubau.  
 
1958: Am Kemperhof werden die ersten männlichen Krankenpfleger zur Ausbildung zugelassen.  
 
1960: Der erste Spatenstich für das neue Isolierhaus erfolgt am 3. November 1960.  
 
1960: Das Pathologische Institut wird von Prof. Dr. Lüchtrath gegründet.  
 
1964: Das neue Isolierhaus wird am 19. Juni offiziell in Betrieb genommen.  
 
1966: Der Bau des neuen Schwesternwohnheims für den Kemperhof beginnt. Die Baumaßnahme wird zwei Jahre später abgeschlossen.  
 
1968: Auf dem Kemperhof werden die ersten Vorbereitungen für den Bau eines neuen Krankenhauses getroffen und Versorgungsleitungen gelegt.  
 
1968: Die erste Entgiftungs-Abteilung wird eingeweiht.   1969: Im Juli wird der Rohbau des Kemperhof-Neubaus fertig gestellt.  
 
1969: Am Kemperhof werden Stationen für Anästhesie und Intensivpflege aufgebaut.  
 
1971: Im früheren „Lungenhaus“ wird die erste Kinderstation aufgebaut. Sie nimmt im Oktober ihre Arbeit auf.  
 
1972: Im ehemaligen Waisenhaus wird die Kinderkrankenpflege eröffnet. Erste Dialysestation nimmt ihren Betrieb auf.  
 
1973: Nach 147 Jahren im Dienste für die Kranken im Bürgerhospital und am Kemperhof verlassen die Borromäerinnen das Städtische Krankenhaus Kemperhof. Ihr Ausscheiden ist zum 30. Juni vertraglich festgelegt worden.
 


Entwicklung bis 2005

1973: Der Neubau des Kemperhofs wird am 1. Juli feierlich eingeweiht.  
 
1973: Die Fachweiterbildung für Pflegekräfte wird im Bereich der Anästhesie und Intensivmedizin eingerichtet.  
 
1973: Im Kemperhof nimmt die neue Strahlenklinik unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Ludwig V. Habighorst ihren Betrieb auf.  
 
1973: Prof. Dr. Walter Hallauer wird neuer Chef der Medizinischen Klinik II und beginnt sofort mit dem Aufbau der ersten Dialyseplätze.  
 
1974: Der erste Patientenfürsprecher nimmt im Januar seine Arbeit auf.  
 
1974: Der Stadtrat beschließt am 17. Oktober einstimmig die Neuaufteilung der Kliniken. Seitdem gibt es im Kemperhof die Medizinischen Kliniken I und II.  
 
1976: Der Neubau der Kinderklinik wird im Februar fertiggestellt. Die Einweihung erfolgt am 5. April 1976 in Anwesenheit von Dr. Heiner Geißler, Minister für Sozials, Gesundheit und Sport (Baukosten 13,5 Millionen Mark).
 
1977: Der Kemperhof wird Ausbildungskrankenhaus der Universität Mainz. Die entsprechenden Verträge werden am 7. Februar unterzeichnet.  
 
1978: Im ehemaligen „Lungenkrankenhaus“ wird im April eine neue Leichenhalle eingerichtet.  
 
1978: Der Trakt für die Ausbildung von Studenten auf dem Westbunker geht im Oktober in Betrieb.  
 
1981: Die Sanierung der Krankenhauskapelle des Kemperhofs wird am 23. Dezember abgeschlossen.  
 
1985: In der Ferdinand-Sauerbruch-Straße nimmt am 10. Juli ein neues ambulantes Dialysezentrum mit insgesamt 27 Behandlungsplätzen seine Arbeit auf.  
 
1987: Der Abbruch des ehemaligen Waisenhauses wird am 8. Juli begonnen.  
 
1987: Der Kemperhof erhält seinen ersten Computer-Tomographen (CT).  
 
1988: Prof. Dr. Hermann Müller wird Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie und wird Nachfolger von Prof. Dr. Ulrich Gött.
 
1989: Der Chefarzt der Kinderklinik Prof. Dr. Walter Toussaint wird am 30. Juni nach 18 Jahren Tätigkeit in den Ruhestand verabschiedet. Nachfolger wird Prof. Dr. Manfred Rister.
 
1991: Der Chefarzt der Chirurgischen Klinik (seit 1969) Prof. Dr. Karl-Heinz Schriefers wird in den Ruhestand verabschiedet. Nach dem Ausscheiden seines Nachfolgers Prof. Dr. Zühlke (1993) übernimmt er interimsmäßig nochmals die Chefarztfunktion.
 
1992: Nachfolger von Dr. Herbert Sparwasser als Chefarzt in der Klinik für Urologie wird Dr. Luciano Lampante.
Chefarzt der Frauenklinik wird Privat Dozent Dr. Ulrich Gethmann nachdem Dr. Werner Schäfer in den Ruhestand verabschiedet wird.
 
1993: Prof. Dr. Thomas Eisenhauer wird Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II.
 
1996: Im März wird die Immunologische Ambulanz eröffnet.  
 
1996: Im Zuge von organisatorischen Veränderungen wird die Radioonkologie aus der Radiologie (Chefarzt Prof. Dr. Ludwig V. Habighorst)  ausgegliedert. Die neue Abteilung für Nuklearmedizin erhält einen hochmodernen Linearbeschleuniger.  Chefärztin wird Dr. Anke Schendera.
 
1997: Der Chefarzt der Medizinischen Klinik I Prof. Dr. Erwin Seifert wird in den Ruhestand verabschiedet, Nachfolger wird Prof. Dr. T. Bozkurt.
 
1998: Der neue Funktionsbau mit den neuen Operationssälen wird am 27. März eingeweiht.  
 
1998: Der Kemperhof erhält im September einen sogenannten Afterloader für die Behandlung von Tumorpatienten. Das Gerät gehört zu einer neuen Generation und ist zu diesem Zeitpunkt weltweit einmalig.  
 
2001: Chefarzt der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie wird Prof. Dr. Klaus Schunk als Nachfolger von Prof. Dr. Ludwig V. Habighorst.
 
2001: Das Koblenzer Bundeswehrzentralkrankenhaus (BwZK) und der Kemperhof verstärken ihre Zusammenarbeit im Rahmen eines „Zivil-Militärischen Kooperationsmodells“.  
 
2002: Der Kemperhof bietet an Krebs erkrankten Patienten eine tagesklinische Behandlung an (Onkologische Tagesklinik). Die neue Tagesklinik nimmt bereits Anfang des Jahres ihre Arbeit auf.  
 
2002: Seit März gibt es auch am Kemperhof ein sogenanntes „Babyfenster“.  
 
2002: Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie/Phlebologie wird Dr. Eugen Zanea-Wangler.
 
2002: Der Kemperhof verstärkt seinen Auftrag als onkologisches Schwerpunktkrankenhaus. Der Kemperhof wird zentraler Standort des Brustzentrums Mittelrhein.  
 
2002: In einer Sitzung des Verwaltungsrates des St. Elisaberth Krankenhaus Mayen am 11. Dezember wird die Geschäftsleitung damit beauftragt, mit den zuständigen Referenten des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit in Mainz über die Planungsansätze der Krankenhausplanung sowie über Kooperationsverbünde Gespräche zu führen.  
 
2003: Das Mainzer Gesundheitsministerium bestätigt Anfang des Jahres aus landesplanerischer Sicht die Notwendigkeit einer Aufrechterhaltung der hohen Versorgungsqualität kleiner und mittlerer Krankenhäuser durch die Bildung von Verbünden. Der Gedanke einer Kooperation des Mayener St. Elisabeth Krankenhauses mit dem Städtischen Klinikum Kemperhof der kreisfreien Stadt Koblenz wird begrüßt.  
 
2003: Der Verwaltungsrat des St. Elisabeth Krankenhauses gibt ein Kurzgutachten über die Möglichkeiten und Grenzen einer Kooperation zwischen beiden kommunalen Häusern in Mayen und Koblenz bei der GEBERA – Gesellschaft für betriebswirtschaftliche Beratung mbH, Köln – in Auftrag.  
 
2003: Das Kurzgutachten der GEBERA wird am 22. Mai präsentiert und positiv bewertet. Der Weg für weitere Kooperationsgespräche ist frei. Am 24. Juni folgt die erste gemeinsame Presseerklärung.  
 
2003: Neuer Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie wird Prof. Dr. Bernd H. Markus.  
 
2004: Am Kemperhof eröffnet am 1. Januar die neue Notarztpraxis (Ärztlicher Notdienst), die von niedergelassenen Ärzten betrieben wird. Kapazitäten und Einzugsbereich werden konstant ausgebaut.
 
 


"Gemeinschaftsklinikum Koblenz-Mayen - Kemperhof Koblenz" ab 2005

2004: Grundsatzbeschlüsse des Koblenzer Stadtrates vom 17. Dezember und des Landkreises Mayen-Koblenz vom 20. Dezember zur Verschmelzung der Klinikum Kemperhof gGmbH mit dem St. Elisabeth Krankenhaus gGmbH rückwirkend zum 1. Januar 2005. Die Anträge an das Gesundheitsministerium zur landesplanerischen Umsetzung des strategisch-medizinischen Konzeptes sind tragende Elemente der Fusionsverhandlungen.  
 
2005: Das Bundeswehrzentralkrankenhaus übernimmt im Februar im Kemperhof die bisher unter dortiger Leitung geführte Abteilung für Nuklearmedizin in eigener Verantwortung.  
 
2005: Auch am Kemperhof nimmt eine Ethikkommission ihre Arbeit auf. Im Januar 2006 geht sie erstmals an die Öffentlichkeit.  
 
2005: Der Stadtrat segnet die Fusion des Kemperhofs mit dem St. Elisabeth Krankenhaus zum Gemeinschaftsklinikum am 22. Juni ab. Vier Tage später folgt der Kreistag des Landkreises Mayen-Koblenz. Am 19. Juli wird der Fusionsvertrag notariell beurkundet. 
 
2005: Der Kemperhof feiert am 18. November sein 200-jähriges Bestehen. Beim Festakt verspricht die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Malu Dreyer erhebliche Mittel für die weitere Modernisierung des Kemperhofs.  Erfolgreiches Qualitätsmanagement wird bestätigt. KTQ-Zertifikat wird übergeben.
 
2006: Geschäftsführer des neuen Gemeinschaftsklinikums Koblenz-Mayen wird Betriebswirt Markus Heming. Nach 17 Jahren Krankenhausleitung wird Geschäftsführer Siegmar Stoermer in den Ruhestand versetzt. Schon Anfang des Jahres steht fest, dass insgesamt 5,1 Millionen Euro in die Modernisierung der Endoskopieabteilung fließen werden.
 
2006: Im Juli ist der Zusammenschluss der kommunalen Krankenhäuser in Koblenz und Mayen auch optisch besiegelt. Das Gemeinschaftsklinikum hat jetzt ein eigenes Logo und ein einheitliches „Corporate Design“. 
   
2006: Die Krankenhausapotheke des Kemperhofs feiert ihr 200-jähriges Bestehen
 
2007: Am Kemperhof sind die ersten Maßnahmen des neuen Investitionsprogramms deutlich zu erkennen. Rund 10 Millionen Euro sollen in Baumaßnahen (z.B. Intensivstation, Endoskopie, Personalwohnheim) investiert werden.
 
2007: Am 1. April wird die Interdisziplinäre Notfallambulanz eröffnet (IDA) eröffnet, die eine fachübergreifende Notfallversorgung aller Patienten sichert. 
 
2007: Ende April wird der Chefarzt der Klinik für Hand-, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie Dr. Ulrich Hutzelmann in den Ruhestand verabschiedet. Sein Nachfolger ist Dr. Thomas Wölk, der durch seine Zusatzausbildung als Orthopäde das medizinische Angebot in der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, Hand- Wiederherstellungschirurgie erweitert.
 
2007: Neue Internistische Intensivstation nimmt im November seinen Betrieb auf. Ein Steinzertrümmerer der neuesten Generation wird angeschafft.  
 
2008: Die Kinderklinik wird innerhalb der nächsten 2 Jahren für 11 Millionen umstrukturiert und modernisiert. Die Baumaßnahme wird vom Land mit 7,5 Mill. Euro geförderdert.
Der Chefarzt der Kinderklinik Prof. Dr. Rister wird im September in den Ruhestand verabschiedet Nachfolger der Kinderklinik wird Privatdozent Dr. Thomas Nüßlein.  
 
2008: Die Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie installiert neues Angiographiesystem, welches mit Hilfe von Röntgentechnologie und Kontrastmittel Blutgefäße noch besser sichtbar macht.
Prof. Hermann Müller, Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie, hat nun erstmals eine Minipumpe zur medikamentösen Therapie am Rückenmark implantiert. Seit mehr als 20 Jahren werden am Klinikum Schmerzpumpen zur Therapie von Schmerzen und Spastik implantiert.
Im Dezember wird die größte und modernste Endoskopieabteilung nach abgeschlossener Umbauphase und Modernisierung in Betrieb genommen.
 
2009: Am 23. Januar wird der Onkologische Schwerpunkt Koblenz am Kemperhof um eine übergeordnete Organisations- und Koordinationsstelle erweitert. Die Leitstelle optimiert die medizinische Versorgung von krebskranken Menschen nach aktuellem medizinischen Kenntnisstand unter stationären und ambulanten Bedingungen.
 
2009: Im März findet der Umzug/Verlegung der kleinen Patienten aus der Kinderklinik in die Räume des Haupthauses statt. Im Mai beginnen die Umbaumaßnahmen. Die Immunologische Ambulanz mit dem Schwerpunkt der Diagnostik und Therapie von HIV und Aidserkrankten wird ebenfalls modernisiert, deutlich vergrößert um den Anforderungen in der Behandlung von jährlich mehr als 3000 Patienten gerecht zu werden.
 
2009: Die Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie unter der Leitung von Prof. Dr. Klaus Schunk erhält zur weiteren Verbesserung der Brustkrebs-Erkennung ein neues Mammographie-System. Das neue Mammographie-System liefert der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Aufnahmen in hervorragende Bildqualität und es werden gleichzeitig die Untersuchungen mit Biobsieverfahren so angenehm wie möglich gemacht. 
 
2009: Im Mai erfolgte der Spatenstich für ein Praxisgebäude für Strahlentherapie und Radioonkologie auf dem Gelände des Klinikums.
 
2010: Konjunkturprogramm II fördert zwei Großprojekte im Gemeinschaftsklinikum mit Modernisierung der Funktionsdiagnostik in Koblenz und Bau einer Pädiatrie in Mayen.
 
2010: Im Mai 2010 wird am Gemeinschaftsklinikum Kemperhof Koblenz die "Elternschule" ins Leben gerufen. Der Familientreff bietet Kindern, Eltern, Großeltern und allen, die mit Kindern leben, Informationsveranstaltungen und Schulungsangebote von der Schwangerschaft bis hin zum Kindesalter an.
 
2010: Praxisgebäude mit modernster Strahlentherapie auf dem Gelände des Kemperhofs wird im Mai zur Verbesserung der Verzahlung ambulanter und stationärer onkologischer Behandlung an die Ärztin Frau Dr. Schendera und Dr. Sebastian Steil, Mitbegründer des Radiologischen Instituts Koblenz Hohenzollernstraße, übergeben. 
 
2011: Am 9. Februar wird in Anwesenheit der Gesundheitsministerin Malu Dreyer nach zweijähriger Renovierungsphase "die größte und schönste Kinderklinik im nördlichen Rheinland-Pfalz" wieder eröffnet. Kemperhof und Land investieren 11 Millionen in moderne und familienfreundliche Ausstattung.
 
2011: Urologie des Kemperhofs in neuen Räumen  -  Klinik investiert 1,5 Millionen Euro in neue Struktur und modernste Medizintechnik.    
 
2011: Ende Oktober wird zur weiteren Verbesserung der Abläufe und eine noch schnellere, wirksame und patientenfreundliche Behandlung das Aufnahme- und Untersuchungszentrum (AUZ) und eine neue Funktionsdiagnostik feierlich eröffnet. Mehr als 4,5 Millionen EURO werden in diese beiden Maßnahmen investiert.
 
 


Hinweis zum Band 1 und 2: Der Kemperhof - Vom Bürgerhospital zum Schwerpunktklinikum

Die Entwicklung des Kemperhof - Vom Bürgerhospital zum Schwerpunktklinikum - wurde in einer zweibändigen Festschrift über die mehr als 200-jährige Geschichte festgehalten (siehe  Layout und Gesamtherstellung: Garwain Presse & Verlag e.K.,  ISBN-Nr. Band 1: 3-936436-05-3, ISBN-Nr. Band 2: 978-3-936436-06-8).
 




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