Gemeinschaftsklinikum Kemperhof koblenz St. Elisabeth Mayen

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Resektion bei Sigmadivertikulitis


Indikationssprechstunde

Nach Terminvereinbarung  durch die Chefsekretärin Uschi Theisen bitten wir um Vorstellung in der Sprechstunde Di und Do ab 14:00 Uhr.  
 
Hier wird die Operationsindikation gestellt. Es findet eine lokale Untersuchung statt, mitgebrachte Befunde werden gemeinsam angeschaut und besprochen, evtl. Zusatzuntersuchungen (z.B. ein CT) werden veranlasst.  
 
Bitte bringen Sie von Ihrem Hausarzt folgende Unterlagen mit:
  • Coloskopiebefund mit Histologiebefund
  • Bilder und Befund eines Röntgen-Colon-Kontrasteinlauf (üblicherweise mit Gastrografin)
  • Evtl. CT-Bilder und -Befund
 
Nach abschließender Klärung der Fragen des Patienten sowie kurzer Erklärung der Operationsmethode wird ein OP-Termin vereinbart.  Sie erhalten einen Patientenfragebogen sowie unseren Flyer zum fast-track-Konzept. 
 
Wenn Sie an Diabetes mellitus erkrankt sind und Metformin (Glucophage, Mescorit) einnehmen, ASS-haltige Medikamente (Aspirin, Thomapyrin, Gelonida) oder Marcumar einnehmen, bitten wir um gezielte Rücksprache mit Ihrem Hausarzt. Diese Medikamente müssen vor der geplanten Operation ab- oder umgesetzt werden. Tun Sie dies aber bitte nie eigenmächtig.
 
Stationäre Aufnahme am Tag vor der Operation
 
 

Stationäre Aufnahme

Wir bitten Sie, sich wie terminlich vereinbart, zwischen 8:00 Uhr und 9:00 Uhr in der chirurgischen Ambulanz einzufinden. 
Der dortige Arzt prüft anhand von Checklisten noch einmal die Vollständigkeit aller Befunde und bestätigt durch eine orientierende Untersuchung die OP-Fähigkeit. Danach gehen  Sie auf die Station 3B oder Sie werden bei Gehunfähigkeit  von einer(m) Schwester/Pfleger abgeholt.   
 
Unsere Pflegekräfte sind behilflich beim Beziehen des Zimmers, beim Einräumen des Schranks, ggf. beim Entkleiden.  
 
Mit wenigen Ausnahmen wenden wir bei Operationen aufgrund einer Divertikulitis das sogenannte fast-track-Konzept an.
Vor der Operation ist eine Darmspülung nicht mehr notwendig. Rasche Mobilisation, ein detaillierter Ernährungsplan sowie ein spezielles Schmerzregime sorgen postoperativ für eine bessere und schnellere Erholung.
 
 

Operationsvorbereitung

  • Überprüfung der Befunde  
  • Überprüfung der Laborwerte  
  • EKG nur bei Pat. über 40 J  
  • Röntgen-Thorax nur nach spezieller Indikation
  • Operationsaufklärung durch einen Chirurgen
  • Narkoseaufklärung durch einen Anästhesisten  
  • Beginn der Ernährungstherapie nach dem fast-track-Konzept
 
 

Operation

Die überwiegende Mehrzahl aller Operationen wird in unserem Hause laparoskopisch durchgeführt. Der divertikeltragende Darmteil (das Sigma) wird von seinen Anheftungen an der seitlichen Bauchwand gelöst, die gefäßführende Schicht durchtrennt und das Sigma mithilfe eines Spezialinstrumentes durchgeschnitten. Über einen etwa 6-8cm langen Schnitt über dem Schambein  wird der präparierte Darmabschnitt vor die Bauchhöhle gezogen und der divertikeltragende Teil abgesetzt.  
Die Nahtreihe zwischen den beiden getrennten Darmanteilen wird dann wiederum unter laparoskopischer Sicht durch eine Spezialprozedur durch das Rektum getätigt.  
 
Bei einigen Voroperationen sowie Verklebungen durch Entzündungen oder größeren Abszesse wird natürlich auch noch das offene Verfahren angewendet. Die Sicherheit des Patienten bestimmt hier das Vorgehen.
Ebenso kann das laparoskopische Verfahren bei sehr hochreichenden Divertikulitiden (li Flexur) und möglicherweise langem divertikelfreiem Sigma nicht zur Anwendung kommen.
 
 

Postoperativer Verlauf

Nach dem fast-track-Konzept wird am OP-Tag ein spezielles Schmerzregime angewendet. Sowohl über den vor der Operation gelegten PDK (Periduralkatheter = rückenmarksnahe Betäubung) als auch über die Venen werden Schmerzmittel verabreicht. 
Sie dürfen ausreichend trinken. Zusätzlich erhalten Sie Proteindrinks oder Joghurts, wahlweise Malzbier.
Etwa zwei Stunden Sitzen im Stuhl sowie ein Gang im Stationszimmer dienen zur Mobilisation und verhindern eine Lungenentzündung.
 
In den nächsten Tagen werden sowohl Nahrungsaufnahme (Schonkost) als auch Bewegungsumfang gesteigert. Der Harnkatheter wird entfernt. Zur Förderung der Darmtätigkeit wird Magnesium verabreicht. Der Periduralkatheter wird spätestens am 3. postop.-Tag entfernt.  
 
Bei ungestörtem Verlauf und Wohlbefinden kann Ihre Entlassung ab dem 5. postoperativen Tag erfolgen.  
 
Alle Patienten, die innerhalb der ersten postoperativen Woche entlassen werden, erhalten  ein Merkblatt für den weiterbehandelnden Arzt.
 
 

Verhaltensregeln nach Entlassung

Operationswunden
Die Wunden werden überwiegend mit einem selbstauflösenden Faden genäht. Das Fadenziehen entfällt. Ein Pflaster ist nach dem 2.Tag nicht mehr erforderlich. Kurzes Duschen ist erlaubt.
 
Körperliche Belastung und Arbeitsfähigkeit
Arbeitsfähigkeit  ist ca. 2-3 Wochen nach der Operation wieder gegeben, je nach beruflicher Tätigkeit.  
Das Steuern eines Fahrzeugs sollte nur bei Schmerzfreiheit und vollständiger Mobilisation erfolgen.
 
Ernährung
Bei Divertikulitis erhalten Sie vor Entlassung eine Ernährungsberatung. Schlackenreiche Kost ist zu bevorzugen. Auf regelmäßigen Stuhlgang sollte geachtet werden.  
 
Sport
Jede Sportart, bei der keine Schmerzen empfunden werden, kann ca. 2-3 Wochen postoperativ ausgeübt werden.   
 
Intimverkehr
Intimverkehr ist ca. 1 Woche nach dem Eingriff wieder erlaubt, sofern keine Blutergüsse oder stärkeren Schwellungen im OP-Gebiet vorhanden sind.  
 
Bei anhaltenden Wundschmerzen, -schwellungen und -rötungen, evtl. verbunden mit Fieber und Unwohlsein bitten wir Sie um  Wiedervorstellung in unserer chirurgischen Ambulanz.
 
 


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