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Stationäre Aufnahme am Tag vor der Operation Stationäre Aufnahme Wir bitten die Patienten, sich zwischen 08:00 und 09:00 Uhr in der chirurgischen Ambulanz einzufinden. Der dortige Arzt prüft anhand von Checklisten noch einmal die Vollständigkeit aller Befunde und bestätigt durch eine orientierende Untersuchung die OP-Fähigkeit. Danach geht der Patient auf die Gruppe 3B oder wird von einer(m) Schwester/Pfleger abgeholt. Unsere Pflegekräfte sind behilflich beim Beziehen des Zimmers, beim Einräumen des Schranks, ggf. beim Entkleiden. Mit wenigen Ausnahmen wird heute bei der perioperativen Behandlung aller elektiven Operation das sogenannte →fast-track-Konzept angewendet. Eine orthograde Darmspülung ist dazu nicht mehr notwendig. Ein detaillierter Ernährungsplan sowie ein spezielles perioperatives Schmerzregime sorgt für eine bessere und schnellere Rekonvalenz. Operationsvorbereitungen Bei ansonsten gesunden Patienten: - Überprüfung der Laborwerte ( kl. Blutbild, CRP, Gerinnungswerte
- Elektrolyte, Nierenwerte, Blutgruppe mit Antikörpersuchtest bei mit Vorhalten von 2 ungekreuzten Konserven
- EKG bei Pat. über 40 J
- Röntgen-Thorax nach spezieller Indikation
- Operationsaufklärung durch einen Chirurgen
- Narkoseaufklärung durch einen Anaesthesisten
- Beginn der Ernährungstherapie nach dem fast-track-Konzept
- Klärung der Thromboseprophylaxe: bei normgewichtigen Patienten Fragmin p s.c. morgens vor der OP Bei erhöhtem Risiko (thrombophile Diathese, Z.n. TVT, familiäre Belastung gewichtsadaptiertes niedermolekulares Heparin (s.Beipack-Zettel)
- zusätzlich bei Patienten mit Vorerkrankungen: - Bei arterieller Hypertonie: Blutdruckeinstellung (Blutdruckmedikatikation darf am Morgen der Operation mit einem kleinen Schluck Wasser eingenommen werden)
- Bei Diabetes mellitus: Blutzuckereinstellung (metforminhaltige Medikamente (zB. Glucophage, Mescorit) 4 Tage vor der Op absetzen, ggf. Umstellung auf Insulin
- ASS-haltige Medikamente sind 1 Woche vorher abzusetzen
- Marcumar absetzen, ab einem Quickwert von 30% überlappend Fragmin einsetzen. Der Quickwert sollte mindestens 5o% betragen.
Operation Die überwiegende Mehrzahl aller Operationen wird in unserem Hause laparoskopisch durchgeführt. Die Mobilisation, die Skelettierung sowie die Durchtrennung des Sigma mithilfe eines Endo-GIA-Gerätes wird laparoskopisch durchgeführt. Über einen etwa 6-8cm langen Pfannenstielschnitt wird der proximale Sigmaabschnitt vor die Bauchhöhle gezogen, dort abgesetzt und der Kopf eines Stapler-Gerätes eingeknotet. Vom After aus wird nun der Stapler eingeführt, unter wiederum laparoskopischer Sicht mit dem wieder in der Bauchhöhle befindlichen Kopf zusammengeführt und die Anastomose getätigt. Bei einigen Voroperationen sowie Verklebungen durch Entzündungen oder größeren Abszessen wird natürlich auch noch das offene Verfahren angewendet. Die Sicherheit des Patienten bestimmt hier das Vorgehen. Ebenso kann das laparoskopische Verfahren bei sehr hochreichenden Divertikulitiden (li Flexur) und möglicherweise langem divertikelfreien Rektum bzw Sigma nicht zur Anwendung kommen. Der limitierende Faktor ist hier eine Staplerlänge von ca. 20 cm. In gleicher Weise ist auch eine laparoskopische Hemicolektomie rechts nicht sinnvoll. Postoperativer Verlauf Nach dem →fast-track-Konzept wird am OP-Tag ein spezielles Schmerzregime angewendet. Sowohl über den präoperativ gelegten PDK als auch systemisch werden Schmerzmittel verabreicht. Die Magensonde wird bereits am Ende der Operation wieder entfernt. Die Infusion erfolgt über eine normale Venenverweilkanüle. Die Patienten dürfen ausreichend trinken. Zusätzlich erhalten sie Proteindrinks oder Joghurts, wahlweise Malzbier. Etwa 2 Stunden Sitzen im Stuhl sowie ein Gang auf ebener Erde dienen zur Mobilisation und Pneumonieprophylaxe. In den nächsten Tagen werden sowohl Nahrungsaufnahme (Schonkost) als auch Bewegungsumfang gesteigert. Der Dauerkatheter wird entfernt. Zur Förderung der Darmmotilität wird Magnesiumcitrat verabreicht. Der Periduralkatheter wird spätestens am 3. postop.-Tag entfernt. Evtl . eingelegte Bauchdrainagen werden nach Ingangkommen der Darmtätigkeit entfernt. Bei ungestörtem Verlauf und Wohlbefinden des Patienten kann die Entlassung ab dem 5. postoperativen Tag erfolgen. Alle Patienten, die innerhalb der ersten postoperativen Woche entlassen werden, erhalten ein →Merkblatt für den weiterbehandelnden Arzt. |