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Die Anästhesie, die als Fachgebiet ursprünglich primär für die Ausschaltung unangenehmer Sinnesempfindungen (insbesondere des Schmerzes) im Rahmen einer Narkose bei Operationen zuständig war, vereint heute unter dem Oberbegriff „Anästhesiologie“ vielfältige Aufgaben unter ihrem Dach. Unsere Behandlungsschwerpunkte sind: |
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Anästhesie In der Anästhesie des Gemeinschaftsklinikums St. Elisabeth Mayen kommen folgende Verfahren standardmäßig zur Anwendung: |
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Allgemeinanästhesie - Allgemeinnarkose - Im Volksmund ist diese Narkoseform auch unter dem Namen „Vollnarkose“ bekannt. Man kann mehrere Arten der Vollnarkose unterscheiden: Die Balancierte Anästhesie Die TIVA (Total Intravenöse Anästhesie) Gemeinsam ist beiden Methoden, dass der Patient durch die intravenöse Gabe eines Narkosemittels einschläft. Hiernach folgt die Beatmung für die Dauer der Narkose. Während bei der „Balancierten Anästhesie“ die Aufrechterhaltung der Narkose durch Beimischung eines Narkosegases zur Atemluft erfolgt, wird bei der TIVA die Narkose durch die kontinuierliche Gabe eines Narkosemittels über die Vene aufrechterhalten. Schmerzmittel sowie Mittel zum Entspannen der Muskulatur werden, soweit erforderlich, ebenfalls über einen venösen Zugang gegeben. |
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Die Anästhesieambulanz Patienten, die sich einer geplanten Operation unterziehen, werden von den operierenden Kollegen in unserer Anästhesieambulanz vorgestellt. Im hier erfolgenden Narkosevorgespräch erfolgt ein erstes Kennenlernen zwischen Anästhesist und Patient, in dem der Anästhesist den Patienten untersucht, sich ein Bild vom Gesundheitszustand des Patienten macht, Befunde auswertet und mit dem Patienten die am besten geeignete Narkoseform für den bevorstehenden Eingriff bespricht. In diesem Rahmen erfolgt auch die Aufklärung des Patienten über mögliche Risiken des Narkoseverfahrens. Termine für ein Narkosevorgespräch werden direkt von den Praxen/Ambulanzen im Hause vergeben. Patienten von Praxen außerhalb des Krankenhauses können unter der Telefonnummer 02651-832270 einen Termin vereinbaren. Bitte bringen sie zu einem Narkosevorgespräch folgende Unterlagen mit: - den ausgefüllten Aufklärungsbogen
- Falls vorhanden: Ihren Medikamentenplan
- alle relevanten Befunde vom Hausarzt
Den Aufklärungsbogen erhalten Sie von Ihrem einweisenden Arzt oder auf der Station 2B im St. Elisabeth Krankenhaus Mayen. |
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Kombinationsanästhesie Die Kombinationsanästhesie nutzt die Vorteile der Vollnarkose und der Regionalanästhesie durch die Kombination beider Verfahren. So kann z.B. eine große Bauchoperation in Vollnarkose durchgeführt werden, bei der die Schmerzausschaltung während und nach der Narkose durch einen Periduralkatheter gewährleistet wird. |
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Regionalanästhesie Im Volksmund als „Teilnarkose“ bezeichnet, verzichtet die Regionalanästhesie darauf, das Bewusstsein des Patienten auszuschalten. Es wird lediglich ein örtliches Betäubungsmittel in die Nähe einer Schmerzen übertragenden Struktur gespritzt. Diese Strukturen können das Rückenmark oder periphere Nervengeflechte sein. Etablierte Verfahren der Regionalanästhesie sind: |
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Die Spinalanästhesie Die Spinalanästhesie ermöglicht Operationen im Bereich zwischen Bauchnabel und Zehenspitze beim wachen Patienten. Der Vorteil gegenüber der Vollnarkose liegt darin, dass eine Beatmung des Patienten nicht nötig ist – er atmet selber, denn er ist wach. Er spürt im betäubten Bereich keine Schmerzen, eine Bewegung der Beine ist für den Zeitraum der Schmerzausschaltung allerdings auch nicht möglich. Diese Schmerzausschaltung hält zwischen 2 – 4 Stunden an. Danach kehrt das Gefühl in Unterkörper und Beine zurück. Zur Anlage der Spinalanästhesie muss der Patient entweder sitzen oder auf der Seite liegen. Nach einer kurzen örtlichen Betäubung erfolgt die Punktion und das Injizieren des Lokalanästhetikums zwischen zwei Lendenwirbeln. Die Betäubung wirkt bereits nach wenigen Minuten. |
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Die Periduralanästhesie Die Periduralanästhesie ist mit der Spinalanästhesie vergleichbar. Allerdings wird sie häufig mit der Anlage eines dünnen Katheters (Schlauches) verknüpft, der einige Tage lang in der Wirbelsäule belassen werden kann und somit für eine mehrere Tage andauernde Schmerzausschaltung verwendet werden kann. Außerdem kann dieser Katheter auch oberhalb der Lendenwirbelsäule angelegt werden, z.B. bei Bauchoperationen. Die Periduralanästhesie wird meist im Rahmen einer Kombinationsnarkose genutzt. |
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Plexusanästhesie Bei der Plexusanästhesie werden große Nervenbündel betäubt, die für die Versorgung von Armen oder Beinen verantwortlich sind. Lediglich am Unterarm oder der Hand wird diese Art der Narkose als alleinige Narkoseform bei uns verwendet. Am Bein verwenden wir diese Narkoseform lediglich im Rahmen einer Kombinationsnarkose. |
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Fremdblutsparende Maßnahmen Die Anästhesie führt folgendes fremdblutsparendes Verfahren durch: MAT (Maschinelle Autotransfusion) Bei der MAT wird Blut, das ein Patient während bzw. kurz nach einer Operation verliert, aufgefangen, aufbereitet und dem Patienten zurückgegeben. |
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Intensivmedizin Auf der interdisziplinären Intensivstation des St. Elisabeth Krankenhauses (12 Betten, 6 Beatmungsplätze), die gemeinsam mit den Kollegen der Inneren Medizin geführt wird, betreut die Anästhesie-Abteilung alle operierten und/oder verunfallten Patienten, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen. Die Intensivstation wurde nach komplettem Umbau und apparativer Neuausstattung im Jahr 2003 neu eröffnet. |
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Die Notfall- / Rettungsmedizin
Das in Mayen stationierte Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) wird an 6 Tagen der Woche rund um die Uhr durch Ärzte der Anästhesieabteilung besetzt (Samstags durch Kollegen der internistischen Abteilung). Das NEF ist mit einem Rettungsassistenten und einem Notarzt besetzt, der neben mehrjähriger Berufserfahrung über eine Zusatzqualifikation verfügen muss. Gerade Anästhesisten haben sich durch Ihre große Erfahrung mit lebenserhaltenden Maßnahmen als sehr für den Notarztdienst geeignet erwiesen. Durch die Ausstattung des NEF ist es möglich, bereits im Wohnzimmer des Patienten intensivmedizinisch zu behandeln. Dadurch beginnt die effektive medizinische Therapie viel früher als nach der medienwirksamen amerikanischen „load and run“-Taktik. Über 80% der Einsätze werden übrigens bei akuten schwerwiegenden Erkrankungen geleistet, Unfälle machen nur einen kleinen Teil des Einsatzgeschehens aus. Die Alarmierung erfolgt ausschließlich über die DRK-Rettungsleitstelle Mayen (Tel. 19222 oder 112). |
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Die Schmerztherapie Neben den oben beschriebenen Gebieten ist die Anästhesie auch zuständig für die Schmerztherapie im Gemeinschaftsklinikum St. Elisabeth Mayen. |
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Postoperative Schmerztherapie Bei der postoperativen Schmerztherapie stehen mehrere Verfahren zur Verfügung, um Patienten operationsbedingte Schmerzen zu nehmen. Zum Einen können stark wirksame Schmerzmittel in Tabletten oder Tropfenform gegeben werden, zum Anderen können solche Medikamente in die Vene oder ins Unterhautfettgewebe gespritzt werden. Bei größeren oder besonders schmerzhaften Operationen können Katheter in die Nähe von schmerzleitenden Strukturen (Nerven, Rückenmark) gelegt werden. Über diese Katheter kann dann kontinuierlich ein örtliches Betäubungsmittel gespritzt werden, wodurch Schmerzen anhaltend gelindert werden können. Solche „invasiven“ (= in den Körper eingreifenden) Verfahren werden von der Abteilung für Anästhesie häufig eingesetzt und auch nach der Operation weiter von den ärztlichen Mitarbeitern der Anästhesie betreut und mehrfach täglich kontrolliert. |
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Anästhesiologische Konsiliardienste Die Abteilung für Anästhesie stellt im Gemeinschaftsklinikum St. Elisabeth Mayen folgende Konsiliardienste zur Verfügung: - Anästhesiologischer Konsiliardienst
- Schmerztherapeutischer Konsiliardienst
- Palliativmedizinischer Konsiliardienst (für die operativen Abteilungen im Hause)
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Geburtshilfliche Anästhesie Die Schmerzausschaltung unter der Geburt kann durch die Anlage eines Periduralkatheters deutlich verbessert werden. Damit während der Geburt nicht schmerzhafte Zeit verloren geht, empfehlen wir allen Patientinnen, die sich mit dem Gedanken tragen, die Geburt durch eine Periduralanästhesie zu erleichtern, den Besuch unserer Anästhesieambulanz einige Wochen vor dem errechneten Geburtstermin. Einen Termin hierfür können Sie unter der Telefonnummer 02651-832270 vereinbaren. |
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Die Anästhesiepflege Das Team der Anästhesiepflege führt eine ganzheitliche, patientenorientierte Pflege im Sinne unseres Pflegeleitbildes durch. Die Pflege der Patienten erfolgt nach einem einheitlichen Pflegekonzept, dabei kann der Patient erwarten, dass ihm qualifiziert und fachkompetent geholfen, human begegnet und seine seelische Verfassung und religiösen Belange angemessen berücksichtigt werden. Eine enge Zusammenarbeit mit allen Berufsgruppen des Gemeinschaftsklinikums ist für uns selbstverständlich. Folgende Abteilungen profitieren von den Anästhesiepflegeleistungen prä-, intra- und postoperativ: Unfallchirurgie/Orhtopädie, Abdominal/Viszeralchirurgie, Gynäkologie/Geburtshilfe, HNO und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie. Die Patienten werden vom Team auch im Aufwachraum überwacht. Im Jahr werden ca. 4.800 Anästhesieleistungen von der Anästhesiepflege mitbetreut. Folgende Narkoseverfahren werden in unserer Abteilung durchgeführt und vom Anästhesiepflegepersonal rundum versorgt: Intubationsnarkose, TIVA, Maskennarkose, Larynxmaske, Spinalanästhesie, Periduralanästhesie, iv. -Regionalanästhesie, Plexusanästhesie, Ilioinguinalisblock, 3 in 1 Block, Peniswurzelblock. Bei folgenden, für sie belastenden Situationen, versuchen wir Sie zu begleiten, Ihnen die Angst zu nehmen und Ihnen ein rundum Wohlgefühl der Geborgenheit zu gewährleisten und zu vermitteln:
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Schmerzerfassung und Pflege im Aufwachraum
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Dem Anästhesiepflegeteam ist es ein Anliegen, Ihnen neben der qualifizierten und fachkompetenten Pflege den Aufenthalt in den Räumlichkeiten der operativen Abteilung, möglichst angenehm zu gestalten.
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